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Der Blog zum Entwicklungsbeirat

Der Blog zum Beirat

06. September: Dritter Workshop-Tag in der Mont-Cenis-Akademie

Bereits ab 8:30 Uhr treffen die ersten Teilnehmer*innen des Entwicklungsbeirats im Bürgersaal der Mont-Cenis-Akademie in Herne zum dritten Workshop des kommunalen Entwicklungsbeirat ein. Nach ersten Gesprächen nach einer langen Sommerpause startet die Gruppe gemeinsam um 9 Uhr mit  den Moderator*innen Gesine Schwan, Heinz Letat und Gudrun Thierhoff in den Workshoptag. Da sich der Entwicklungsprozess des KEB mittlerweile in einer fortgeschrittenen Phase befindet, wird zunächst noch einmal die Wichtigkeit von gegenseitigem Vertrauen und Vertraulichkeit für eine erfolgreiche Durchführung betont. Solch ein Prozess erfordere die Bereitschaft für Kompromisse, da nur dann die Vielfältigkeit der im KEB vertretenen Perspektiven in einer gemeinsamen Empfehlung vereinbart werden können.

Anschließend werden nach einem Vortrag von Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig zur Realisierbarkeit eines Seilbahnprojektes auf dem Blumenthal-Gelände Vor- und Nachteile dieses Projekts diskutiert. Die Wahrscheinlichkeit einer Förderung sei hoch – jedoch kamen auch Fragen bezüglich Unterhaltungskosten und tatsächlicher Nutzung auf, die bei der weiteren Planung mitberücksichtigt werden sollten.

Um die Vielzahl der bisher entwickelten Ideen und Vorschläge zu bündeln und dem Stadtrat in geeigneter und übersichtlicher Form präsentieren zu können, lag ein weiterer Fokus des Workshoptages auf der Erarbeitung eines Strukturformats für die Empfehlung an den Stadtrat. Dafür wurden auf drei Ebenen Vision, Leitsätze und Kriterien formuliert, die die Grundlage für die Empfehlung legen sollen. Dabei wurden verschiedene Aspekte aus den Bereichen der ökologischen, ökonomischen, sozialen und partizipativen Nachhaltigkeit aus den letzten Workshoptagen und Sommerdialogen mit der Stadtgesellschaft verstärkt aufgegriffen und in Kriterien ausdifferenziert, die für die weitere Planung des Geländes angewandt werden können.  

Bei der Diskussion wird auch deutlich, dass es eine Herausforderung ist, bei der Empfehlung eine gute Balance zwischen konkreten Gestaltungsideen auf der einen, und umfassenderen Leitgedanken auf der anderen Seite zu finden. Während einige Teilnehmende verstärkt eine Konkretisierung einer möglichen Gestaltung des Geländes anhand spezifischer Beispiele wünschen, konzentrieren sich andere mehr auf die Formulierung konkreter und messbarer Kriterien. Letzteres ermögliche den Planer*innen, am Ende die Ausgestaltung an noch unbekannte Faktoren wie Bodenbeschaffung oder Finanzierungsmöglichkeiten anzupassen, und diese anhand der Kriterien vornehmen zu können. Gleichzeitig erlauben konkrete Beispiele, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und Kriterien fassbarer zu machen.

Ob es gelingt, die verschiedenen Ebenen in einer Empfehlung zu vereinen, wird sich im letzten Workshop entscheiden. Über die weitere Entwicklung der letzten Schritte des Prozesses werden wir Sie weiterhin auf diesem Blog informieren.

17. August: Öffentlicher Austausch am Buschmannshof in Wanne-Eickel

Zwischen dem zweiten und dritten Workshop des Kommunalen Entwicklungsbeirat wechselt der KEB vom Seminarraum auf die Straße, genauer gesagt in die Fußgängerzone in Wanne-Eickel, um die breite Stadtgesellschaft über seine Arbeit und die bisherigen Ergebnisse zu informieren und in einen konstruktiven Austausch zu kommen.

Dabei konnten die Menschen der Stadt ihre Wünsche, Ideen und Befürchtungen bezüglich der Gestaltung der Brachfläche Blumenthal einbringen. So entstanden rege Diskussionen zwischen Vertreter*innen des Beirates und den Menschen der Herner Stadtgesellschaft. Diese Eindrücke werden wir in den nächsten Workshop Anfang September mitnehmen und in den Prozess einfließen lassen.

Wie gewohnt werden Sie hier in den kommenden Wochen auf dem Laufenden gehalten.

22. Juni: Entwicklungsbeirat einigt sich auf Eckpunkte-Papier für eine Vision für Blumenthal ​

Nach zwei intensiven Workshop-Tagen steht das erste gemeinsame Papier des Kommunalen Entwicklungsbeirats. Im Vordergrund steht eine Vision, die Blumenthal als einen Zukunftsort denkt, der Strahlkraft durch das Zusammenspiel von sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit entwickeln soll. Wie finden Sie sich in dieser Vision wieder? Was fehlt Ihnen? Was ist Ihnen besonders wichtig? Wir freuen uns, wenn Sie uns Ihre Gedanken per Nachricht hier oder direkt in Person am 17. August von 11 bis 15 Uhr am Rande des Wochenmarktes am Buschmannshof in Herne mitteilen.

Zum vollständigen Papier geht es hier oder durch einen Klick auf das Bild direkt unter diesem Beitrag:

Reaktionen aus der Presse

Hinweis: Der Begriff internationale Technologiewelt ist von der Redaktion der WAZ gewählt und stellt nicht die Perspektive des Entwicklungsbeirats dar (siehe Eckpunktepapier).

01. Juni : Zweiter Workshop-Tag im LWL-Museum für Archäologie

Pünktlich um 9 Uhr fällt im Vortragssaal des LWL-Museums für Archäologie mit begrüßenden Worten von Gesine Schwan der Startschuss für den zweiten Workshoptag des Kommunalen Entwicklungsbeirats in Herne.  

Während des Workshops beschäftigen sich die Teilnehmenden intensiv mit der Frage, was Eckpunkte einer gemeinsamen Vision für die Transformation von Blumenthal sein könnten, die unterschiedliche Gruppen der Herner Stadtgesellschaft ansprechen und die Stadtentwicklung vorantreiben. Trotz unterschiedlicher Schwerpunkte sind sich die Teilnehmenden einig, dass Blumenthal eine große Chance bietet,  einen nachhaltigen Zukunftsort zu schaffen, der die verschiedenen Elemente aus Wirtschaft, Wissenschaft und Naturschutz verbindet und dabei den Menschen im Einklang mit der Natur stets im Mittelpunkt aller Überlegungen hat. Oder wie es der Herner Unternehmer Henrich Kleyboldt treffend formuliert: „Ich glaube unsere Aufgabe ist es, einen Ort vorzudenken, an dem Menschen Lust auf Zukunft haben.“

Bei der Konkretisierung von Gestaltungsideen stellen die Teilnehmenden Ideen und Ansätze aus den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Wissenschaft, sowie Fragen nach der Mobilität und Anbindung des Geländes an angrenzende Stadtgebiete oder auch der Notwendigkeit, inklusives Erleben und soziale Teilhabe auf Blumenthal zu ermöglichen, in den Mittelpunkt. Dabei wird deutlich, dass es viele Übereinstimmungen, aber auch unterschiedliche Vorstellungen gibt, die es auszuhandeln gilt.

Eines der Alleinstellungsmerkmale des Kommunalen Entwicklungsbeirates ist der Dialog auf Augenhöhe zwischen Politik und Verwaltung auf der einen und den Vertreter*innen der Stadtgesellschaft auf der anderen Seite. Diesem Punkt wird im Verlaufe des Tages unter anderem durch einen Vortrag des Baudezernenten der Stadt Herne, hinsichtlich des Gestaltungsspielraums und der Rahmenplanung des Geländes, Rechnung getragen. Dadurch soll Klarheit geschaffen werden, was bei der Transformation des Geländes zu beachten, machbar und umsetzbar ist, aber auch, welche gesetzlichen Auflagen eingehalten werden müssen. Diese Transparenz ist ein besonders wichtiges Merkmal einer erfolgreichen Umsetzung des KEB, da nur unter diesen Voraussetzungen von Anfang an realistische Vorschläge erarbeitet werden können.

Abschließend äußert sich die Vorsitzende des Herner Beirates für Belange von Menschen mit Behinderungen Bettina Szelag mit großer Zuversicht über den weiteren Fortgang des Prozesses: „Wir haben hier versucht eine gute Zukunft für dieses Gelände zu finden und durch die Reibung untereinander habe ich auch das Gefühl, dass gut Wärme entstanden ist. […] Ich bin wirklich optimistisch, dass etwas sehr Gutes für die Zukunft entsteht.“

25. und 26. April: Begehung des Gelände Blumenthal und erster Workshop-Tag in der Mont-Cenis-Akademie

Nachdem es in Herne den ganzen Montag über geregnet hatte, öffnet sich pünktlich zur Begehung des Blumenthal Geländes der Himmel und die Sonne kommt zum Vorschein. Perfekte Rahmenbedingungen also für das erste persönliche Zusammentreffen aller Teilnehmenden des Kommunalen Entwicklungsbeirates. Zur Einstimmung und Vorbereitung auf den Workshoptag, führt Fachreferentin Carolin Wolter von der Stadt Herne über das Gelände der ehemaligen Zeche. Bereits hier merkt man den Teilnehmenden an, dass viele die Zukunft der Fläche sehr bewegt und sie sich aktiv in die Neugestaltung und Umstrukturierung einbringen möchten. Bei dem anschließenden Zusammentreffen im Rathaus steigen die Teilnehmenden direkt in eine rege Diskussion ein, in der die unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüche an den Prozess aus Sicht der Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ausgetauscht werden. Ob diese vielen Sichtweisen und Interessen wohl zusammengebracht werden können? Die Moderatoren Gesine Schwan, Gudrun Thierhoff und Heinz Letat geben sich bereits am Vorabend des ersten Workshops alle Mühe, die verschiedenen Positionen zu moderieren. Gesine Schwan zieht schon am Montagabend das Fazit: „Ich bin begeistert von den Teilnehmenden des Beirats, insbesondere wie interessiert und engagiert sie sind, wie gut sie argumentieren können und auch auf die jeweils anderen Positionen eingehen. Ich bin nach diesem Abend noch zuversichtlicher, dass der Prozess des KEB in Herne ein großer Erfolg wird.“

Um 9:00 Uhr am nächsten Morgen füllt sich der helle, gläserne Sitzungssaal der Akademie Mont-Cenis mit Leben. Die freie Aus- und Einsicht in den Raum versinnbildlicht die Wichtigkeit von Transparenz solcher Beteiligungsprozesse – haben sie doch eine Tragweite nicht nur für die 30 Anwesenden Verterter*innen aus unterschiedlichen Interessengruppen, sondern für die gesamte Stadtgesellschaft. Gleichzeitig ist ein Maß an Vertraulichkeit in den Sitzungen notwendig, um einen offenen, ehrlichen und kompromissbereiten Austausch zu fördern. Die Beirät*innen einigen sich auf die sogenannten „Chatham House“ Regeln, die bedeuten, dass über Inhalte der Sitzungen nur dann gesprochen werden darf, wenn sie keiner bestimmten Person zuzuordnen sind. Der Oberbürgermeister eröffnet den Prozess mit einem kurzen Input – bevor verschiedene Sichtweisen auf die Entwicklung des Geländes mit Fokus auf Umwelt und Natur, Wirtschaft und Innovation dargestellt und diskutiert werden. Im Laufe des Tages wird deutlich, dass es wichtig ist, auch Personengruppen mitzudenken, die oft keinen Platz in Planungsprozessen haben. Dazu gehören Kinder, Senioren, oder auch Einwohner*innnen aus strukturschwächeren Bezirken.

Besonders entscheidend für den ersten Workshop war die Begegnung auf Augenhöge zwischen Politiker*innen und Verwaltung sowie den anderen Teilnehmenden, weil nur so Vertrauen in einen wirksamen Beteiligungsprozess aufgebaut werden kann. Im Laufe des Tages kristallisieren sich Themengebiete heraus, dessen Bearbeitung für die Vertreter*innen der Stadtgesellschaft besonders wichtig sind. Diese umfassen Natur, Umwelt und Wirtschaft und Wissenschaft genauso wie Fragen nach der Mobilität und Anbindung des Geländes an angrenzende Stadtgebiete, oder die Notwendigkeit, inklusives Erleben und Soziale Teilhabe auf dem Gelände zu ermöglichen. Diesen Themen werden sich die Teilnehmenden nun intensiver widmen, und darauf basierend Empfehlungen für den Stadtrat entwickeln, wie die Gestaltung des Gelände Blumenthal zu einem erfolgreichen Projekt für die gesamte Stadtgesellschaft werden kann. Nach einem Tag mit vielen Diskussionen, Auf und Abs hielt der Vorsitzende des Herner Integrationsrates Ibrahim Baltaci fest: „Ich finde es sehr wichtig, dass so viele verschiedene Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Meinungen und Vorstellungen zusammengekommen sind, die gemeinsam anpacken wollen. Nur mit dieser Gemeinsamkeit können wir ans Ziel kommen und durch den Beirat besteht die große Chance das etwas Tolles auf dem Blumenthal-Gelände entstehen wird.“ Wir sind genauso gespannt wie Herr Baltaci und werden Ihnen von den weiteren Entwicklungen und dem nächsten Workshop unter anderem hier davon berichten.

Reaktionen aus der Presse

03. März: Digitale Vorstellung des Beirats in voller Runde

Aus 30 bunten Kacheln verfolgen die Teilnehmer*innen des Kommunalen Entwicklungsbeirats gespannt den Ausführungen des Oberbürgermeisters Dr. Frank Dudda und Gesine Schwans zum Pilotprojekt der kommunalen Entwicklungsbeiräte. Es ist das erste Mal, dass alle Beteiligten in einem Raum zusammenkommen – wenn auch, der Pandemie geschuldet, vorerst digital. Eine kurze Vorstellungsrunde aller Teilnehmer*innen zeichnet ein klares Bild: Das Blumenthal Gelände bedeutet den anwesenden Herner*innen viel, und erregt auch überregional großes Interesse und Anziehungskraft – zwei der Teilnehmenden des Entwicklungsbeirats sind beispielsweise Ullrich Sierau und Prof. Dr. Jürgen Bock, die ihre gesammelten Erfahrungen bezüglich Strukturwandel und Leuchtturmprojekten im Ruhrgebiet aus ganz unterschiedlichen Positionen in den Prozess mit einbringen. Auch aus allen anderen Bereichen der Gesellschaft haben sich engagierte Vertreter*innen im Rahmen der Entwicklungsbeiräte eingefunden, um ihre eigenen Standpunkte und Beweggründe darzulegen und ein besseres Verständnis für die jeweiligen Gegenpositionen zu entwickeln. Ende April treffen sich die Teilnehmer*innen und die drei Moderator*innen Gudrun Thierhoff, Heinz Letat, und Gesine Schwan auf dem Blumenthal-Gelände, um den ersten Workshop mit einer Begehung des Geländes zu starten. Mehr Infos dazu finden Sie im Anschluss auf diesem Blog.

08. Februar: Auftaktveranstaltung im Literaturhaus

12:30 Uhr, ein kühler Februartag: Der Oberbürgermeister Frank Dudda betritt angeregt diskutierend mit Gesine Schwan, Präsidentin der Berlin Governance Platform, das Literaturhaus, in dem auch bald alle eingeladenen Gäste zum Auftakt des Experiments „Kommunaler Entwicklungsbeirat“ in Herne eintreffen werden. Der Beirat hat zum Ziel, einen Grundkonsens für die Gestaltung des Geländes Blumenthal zu erarbeiten, und Kriterien zu entwickeln, die aus Sicht der Herner*innen besonders wichtig sind, um aus dem Gelände ein Leuchtturm-Projekt für die Stadt zu machen. In einer kurzen Vorstellungsrunde wird deutlich, dass das Gelände für alle Beteiligten, sowohl aus Politik und Verwaltung, als auch aus der Zivilgesellschaft und dem Unternehmertum eine große Bedeutung hat, und bereits viele Vorstellungen und Ideen über die Nutzung der 25 Hektar großen Brachfläche bestehen. So stellt auch Gesine Schwan fest: „Das Interesse und die Begeisterung sind da“, und auch die beiden Moderatoren des Prozesses, Heinz Letat und Gudrun Thierhoff, sehen in dem Entwicklungsbeirat eine Chance, die „Demokratie zu beleben“ und zu lernen, mit „unterschiedlichen Positionen umzugehen“. Die E.on Stiftung, vertreten durch den Geschäftsführer Dr. Stephan Muschick, unterstützt das Modelprojekt mit 50.000€ Auch aus Sicht der Stiftung handelt es sich bei diesem Prozess nämlich um ein vielversprechendes Format, den ökologischen Wandel sozial und nachhaltig aus der Kommune heraus zu meistern, was sich wiederum mit deren Zielen deckt, dem Klimawandel mit wirkungsvollen Instrumenten zu begegnen. Nach dem erfolgreichen Auftakt des Prozesses folgt am 03. März eine digitale Auftaktveranstaltung, bei der zum ersten Mal alle Teilnehmer*innen digital zusammenkommen. Wir werden Ihnen hier davon berichten.

Reaktionen aus der Presse

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